„Weimar und die Welt. Kleine Zinnfiguren ganz groß“: Neue Sonderausstellung im Stadtmuseum Weimar


Ab 20. Februar widmet sich das Stadtmuseum Weimar im Bertuchhaus in einer neuen Sonderausstellung kleinen Kunstwerken aus Zinn.
Über die Ausstellung:
Bereits 1956 gab es im Weimarer Stadtmuseum eine große Zinnfigurenausstellung – die einzige gesamtdeutsche Zinnfigurenausstellung nach dem Zweiten Weltkrieg und vor dem Mauerbau im August 1961. Eine weitere vielbeachtete Ausstellung fand im Stadtmuseum 1976 statt: „Zinnfigur ‘76“.
2026 – 70 beziehungsweise 50 Jahre nach den legendären Expositionen im Bertuchhaus – ziehen nun mit einer Jubiläumsausstellung wiederum Zinnfiguren in das Haus ein. In etwa 20 Vitrinen und in einer acht Meter langen Dioramen-Wand werden im Frühjahr 2026 Kunstwerke aus Zinn zu sehen sein.
Die Exponate zeigen vor allem Darstellungen mit Bezug auf die Geschichte Weimars.
Die Ausstellungsstücke wurden von Zinnfigurensammlern aus ganz Deutschland in großzügiger Weise bereitgestellt. Die mit viel Liebe und Sachverstand entworfenen, gravierten, gegossenen und bemalten Zinnfiguren zeigen „Weimar und die Welt“. Als einzelne Objekte oder zusammengestellt in Dioramen vermitteln sie Einblicke in historische Ereignisse. Sie schulen unseren Blick und fördern unser Verständnis für Geschichte. In der musealen Bildungsarbeit haben die kleinen Zinnfiguren auch heute noch große Aufgaben. Sie haben über die lange Zeit ihrer Existenz nichts an Aktualität eingebüßt und können Alt und Jung gleichermaßen begeistern.
Schwerpunktthemen der Sonderausstellung sind u. a.:
- Die Ur- und Frühgeschichte Thüringens
- Das Altertum mit Bezug zu den Germanischen Provinzen des Römischen Reiches (Handwerk, Zivilleben)
- Die Odyssee-Bilder der Preller-Galerie im ehemaligen Großherzoglichen Museum, dem heutigen Museum „Neues Weimar“
- Das Mittelalter und die Reformation, speziell Martin Luther und seine Zeit
- Der 30jährige Krieg (Schillers „Wallenstein“, Herzog Bernhard von Weimar)
- Die Goethezeit (Goethes „Faust“ in Zinnfiguren, Kaiser Napoleon I.)
- Großherzog Carl Alexander und Großherzogin Sophie (Weimars „Silbernes Zeitalter“)
- Kaiserin Augusta (Gemahlin Kaiser Wilhelms I. und Schwester des Großherzogs Carl Alexander)
- Die Geschichte der Imkerei (als Würdigung der Leistungen des Bienenmuseums in Oberweimar)
Kurator der Sonderausstellung:
Marbod Gerstenhauer, Weimar
Laufzeit der Sonderausstellung:
Sonnabend, 21. Februar 2026 bis Sonntag, 12. April 2026
Öffnungszeiten:
Di–So, 10–17 Uhr
Vermittlungsangebote:
Öffentliche Kuratorenführungen
mit Marbod Gerstenhauer
Die aktuellen Termine finden Sie unter: stadtmuseum.weimar.de
Weitere Führungen in der Sonderausstellung auf Anfrage
Kontakt: Dr. Iris Kolomaznik
E-Mail: iris.kolomaznik@stadtweimar.de
Tel.: (03643)8260–33
Gießen und Bemalen von Zinnfiguren
mit Marbod Gerstenhauer
Die aktuellen Termine finden Sie unter: stadtmuseum.weimar.de

