Flug in die Moderne. Der PAN und das "Neue Weimar"

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Erzählt wird die Geschichte der 1895 bis 1900 in Berlin erschienenen Kunst- und Literaturzeitschrift PAN und des „Neuen Weimar“. Die ausgestellten Originalgrafiken spannen inhaltlich, drucktechnisch und stilistisch einen weiten Bogen. Vertreten sind in der von Dr. Manuel Schwarz kuratierten Schau zum Beispiel Max Liebermann, Hans Olde, Max Klinger und Ludwig von Hofmann. Ergänzend werden Objekte aus der Zeit um 1900 gezeigt, die den Kult um den Hirtengott Pan verdeutlichen.

Der PAN war die bedeutendste Kunst- und Literaturzeitschrift und repräsentiert den Aufbruch in die kulturelle Moderne. Der PAN war eine qualitativ hochwertige sowie reich und vielfältig ausgeschmückte Zeitschrift, die alle künstlerischen Gebiete beinhaltete: Zusätzlich zu Kunst und Literatur erschienen Beiträge zu Architektur, Theater, Musik, Buchkunst und Kunstgewerbe. Ein wichtiger Bestandteil der Hefte waren Graphiken unterschiedlicher Techniken, wie Lithographie, Radierung, Lichtdruck und Holzschnitt. Die stilistische Bandbreite umfasste unter anderem Romantik, Symbolismus, Realismus, Impressionismus und Jugendstil. Der PAN richtete sich aber an keine breite Leserschaft. Das Ziel war über exklusive Kreise die kulturelle Entwicklung in Deutschland zu befördern. Einige der für die Zeitschrift tätigen Künstler und Verantwortlichen wirkten zuvor, vor allem aber nach deren Ende, in Weimar, unter anderem Harry Graf Kessler, Hans Olde, Ludwig von Hofmann und Henry van de Velde. Bei der Entstehung des „Neuen Weimar“ und der Gründung des Deutschen Künstlerbunds – beide protegiert von Großherzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar-Eisenach – waren sie mitentscheidende Akteure und setzten hier den Flug in die Moderne fort. Die Sonderausstellung erzählt die Geschichte der Zeitschrift und des „Neuen Weimar“. Herzstück der Präsentation sind Graphiken aus dem PAN, unter anderem von Max Liebermann, Walter Leistikow, Peter Behrens, Max Klinger und Ludwig von Hofmann.