Bild des Stadtmuseeums

Sonderausstellungen und Veranstaltungen

Der Bildhauer Herbert Lungwitz (1913-1992) - Retrospektive

Der Bildhauer Herbert Lungwitz (1913-1992) 

Retrospektive aus Anlass des 100. Geburtstages des Künstlers

Aus Anlass des 100. Geburtstages des Bildhauers Herbert Lungwitz (1913-1992) würdigt die Stadt Weimar des Künstler und sein Lebenswerk mit einer Retrospektive in seiner Geburtsstadt Weimar.

In der Kunsthalle "Harry Graf Kessler" werden 26 Arbeiten aus der gesamten Schaffensphase des Künstlers gezeigt.

Herbert Lungwitz, am 30. Januar 1913 geboren, wird zunächst im väterlichen Handwerksbetrieb als Stuckateur ausgebildet, arbeitet als Steinmetz und Architekturzeichner und besucht von 1932 bis 1933 die Staatliche Hochschule für Baukunst, Bildende Künste und Handwerk in Weimar. In seiner Heimatstadt erhält der junge Künstler erste Aufträge als Bildhauer und bezieht sein erstes eigenes Atelier unweit des Tiefurter Parks.

Mit der Berufung an die Folkwang-Werkkunstschule Essen als Dozent für Bildhauerei verlässt Herbert Lungwitz 1948 die Stadt an der Ilm. Dieser Wechsel vom thüringischen Weimar ins Westfälische wird fortan Charakter und Formensprache seiner Werke prägen. Beeinflusst durch das Ruhrgebiet mit seinen Zechen und Stahlwerken treten figürliche Formen zugunsten reduzierter abstrakter Darstellungen zurück. Ab 1951 als freischaffender Künstler tätig, ist Herbert Lungwitz an nationalen und internationalen Ausstellungen beteiligt. Mit seinen baubezogenen Kunstwerken und Großplastiken hat Herbert Lungwitz weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus Beachtung und Anerkennung erworben. Die vorwiegend aus Industrieschrott, Holz, Stein und Keramik gefertigen Skulpturen sind heute bundesweit in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.

1991 besucht der Künstler zum letzten Mal seine Heimatstadt Weimar, der er sich zeitlebens verbunden fühlt. Ein Jahr später, am 13. Oktober 1992, stirbt Herbert Lungwitz in Bochum-Wattenscheid. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem historischen Teil des Weimarer Hauptfriedhofes. Heute erinnert eine Skulpturengruppe, im Herbst 1997 von der Familie Lungwitz aus dem künstlerischen Nachlass in Form einer Schenkung der Stadt Weimar übergeben, nahe der einstigen Wirkungsstätte in Weimar-Tiefurt an den renommierten Künstler.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (120 Seiten zum Preis von 20,- Euro).

Kunsthalle "Harry Graf Kessler", Goetheplatz 9b, 99423 Weimar

Der Bildhauer Herbert Lungwitz (1913-1992) - Retrospektive aus Anlass des 100. Geburtstages des Künstlers

20.10.2012 - 10.02.2013

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr (letzter Einlass 16.30 Uhr)

Veranstalter: Kulturdirektion der Stadt Weimar in Kooperation mit dem Stadtmuseum Weimar

Die Ausstellung wird unterstützt von der Sparkasse Mittelthürigen

Führungen durch die Ausstellung sind nach telefonischer Voranmeldung (Tel.: 03643-502952) möglich. Weitere Informationen: Kulturdirektion Weimar, Referat Bildende Kunst, Frau Ursula Seeger (Tel.: 03643-499519)

 

Sigrid Noack - Bewegtes Terrain

Orientalischer Garten (Detail) 1999, Acryl auf Leinwand

Sigrid Noack: "Bewegtes Terrain" - Nach dem Reisetagebuch "Aus Mehemed Alis Reich" nach Hermann Fürst von Pückler-Muskau, 1837

Die Aufzeichnungen des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau, der 1834 zur größten Reise seines Lebens in den Orient aufbrach, um erst 1840 zurückzukehren, erinnerten Sigrid Noack an selbst Erlebtes.

Mehrere Studienaufenthalte Noacks im arabischen Raum, das Erlebnis der kargen Landschaft, die Schönheit und Grazie der Menschen des Orients, die an die Notwendigkeiten des alltäglichen Lebens angepasste Architektur dort hinterließen große Wirkung auf sie. Sie schuf auf ihren Reisen viele Zeichnungen und Gouachen; diese Studien wurden später zu Druckgraphiken, Tafelbildern und Plastiken. Im Mittelpunkt ihres Interesses stehen Landschaften, Schrift und Ornamente. Ihr Anliegen ist es, anhand ihrer Arbeiten ein homogenes Bild des "Orientalischen" zu vermitteln. Der Betrachter soll die arabischen Städte als "das Meer der Welt" und den Orient als das "Land alter und neuer Wunder" nachempfinden.

Fürst Pücklers Erfahrungen im Ausland prägten nicht nur ihn, sondern durch seine Leistungen wiederum die internationale Gartenbaukunst. Mäandrierende Flüsse, exotische Pflanzen und andere Eindrücke entwickelten das Formgedächtnis des Fürsten, der unter anderem in Ettersburg bei Weimar tätig war. Immer verglich er das Gesehene mit den realen Architekturlösungen Europas. Bewegtes Terrain entdeckte er, es formte seinen Gestaltungswillen und er ließ es in heimischer Landschaft inszenieren.

Sigrid Noack wurde 1947 in Guben geboren und lebt auch dort. Sie studierte bis 1972 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Herbert Kunze und Gerhard Kettner. 1977 bis 1979 war sie Meisterschülerin der Akademie der Künste bei Prof. Lea Grundig und Jürgen von Woyski. Arbeiten von Sigrid Noack befinden sich in mehr als achtzig nationalen und internationalen Museen und Sammlungen sowie in Privatbesitz. Seit 10 Jahren präsentiert das Land Brandenburg Arbeiten Sigrid Noacks im "German House", der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen in New York.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Kunsthalle "Harry Graf Kessler", Goetheplatz 9b, 99423 Weimar

18.08.2012 - 30.09.2012; Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Veranstalter: Stadtmuseum der Stadt Weimar in Kooperation mit der Kulturdirektion der Stadt Weimar

Horst Jährling Malerei - Retrospektive

Horst Jährling, Malerei

Retrospektive aus Anlass des 90. Geburtstages

Am 25. Februar 2012 begeht der Weimarer Künstler Horst Jährling seinen 90. Geburtstag. Die Stadt Weimar würdigt den Künstler und Weimar-Preisträger (1997) mit einer Jubiläumsausstellung in der Kunsthalle "Harry Graf Kessler".

In Erfurt am 25.02.1922 geboren, wuchs Horst Jährling in Apolda auf und studierte von 1947 bis 1951 an der Staatlichen Hochschule für Baukunst und Bildende Künste in Weimar bei den Professoren Felix Jacob, Albert Schäfer-Ast und Otto Herbig.

Das künstlerische Oeuvre Horst Jährlings wird vor allem von drei großen Arbeitsfeldern bestimmt: die Kunstlehre, die Denkmalpflege udn die freie Malerei.

In seinem zeichnerischen und malerischen Werk widmet sich der Künstler vornehmlich der Thüringer Landschaft sowie der dörflichen und kleinstädtischen Architektur. Darüber hinaus hat sich Horst Jährling große Verdienste als Restaurator von Stadt- und Dorfkirchen, als Glockengestalter und bei der Farbgestaltung architektonischer Ensembles u.a. in den Stadtzentren von Weimar, Erfurt und Arnstadt und Berlin erworben. Neben der Profession als Restaurator und freier Künstler wirkte Horst Jährling als Dozent für Zeichnen und Kunstgeschichte an der damaligen Arbeiter- und Bauernfakultät der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar. Seine Fachkompetenz, sein kritischer Zeitgeist und seine humanistische Weltsicht waren für viele Studierende vorbildhaft und richtungsweisend zugleich.

Das Lebenswerk des Künstlers Horst Jährling findet weit über die Grenzen der Stadt Weimar und des Thüringer Landes hinaus Beachtung und Anerkennung.

Vom 28. Januar bis 26. Februar 2012 zeigt die Kulturdirektion Weimar Malerei und Zeichnungen des Altmeisters der Bildkunst in einer Retrospektive.

Ausstellung in der Kunsthalle HARRY GRAF KESSLER vom 28.01. - 26.02.2012

Öffnungszeiten: Di - So, 10 - 17 Uhr

Veranstalter:

Kulturdirektion der Stadt Weimar

in Kooperation mit dem Stadtmuseum Weimar

Sébastien Touret, Malerei und Skulptur

Sébastien Touret: "la vielle ferme" 2007

Sébastien Touret, Malerei und Skulptur

Eine Ausstellung im Rahmen der Städtepartnerschaft Blois - Weimar

Ausstellung in der Kunsthalle HARRY GRAF KESSLER vom 10.03. - 01.04.2012

Öffnungszeiten: Di - So, 10 - 17 Uhr

Veranstalter: Ville de Blois, Kulturdirektion der Stadt Weimar in Kooperation mit dem Stadtmuseum Weimar

Zwei Bier für Haiti - Nathalie Mohadjer

Eröffnung: 16.12.2011, 17.00 Uhr

Laufzeit: 17.12.2011 - 15.01.2012

In den Jahren 2006 und 2010 hat Nathalie Mohadjer jeweils über mehrere Monate hinweg im Obdachlosenheim Weimar fotografiert. Die an der Bauhaus-Universität Weimar ausgebildete, heute in Paris lebende Künstlerin hat mit den Bewohnerinnen und Bewohnern viel Zeit verbracht, um zuzuhören, zu reden und schließlich zu fotografieren. Dabei hat Mohadjer ihre Rolle als Besucherin nie verleugnet. So erzählen ihre äußerst ästhetischen Farbfotografien vom Leben der Anderen. Von Freude und Schmerz, höchster Ausgelassenheit und tiefster Verzweiflung geprägt, erscheint dieses dennoch vertraut. So suggerieren die Fotografien aus der Serie Zwei Bier für Haiti stets Nähe und Distanz zugleich. In dieser Ambivalenz vermögen sie den Betrachter zu faszinieren, weil sie darin authentisch wirken. Die im Moment entstandenen, vorsichtig inszenierten Bilder sind von einer Poesie, die erst auf den zweiten Blick verstört und darin umso nachhaltiger erscheint. Erstmals in Deutschland zeigt die Stadt Weimar unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters und in Kooperation mit dem Stadtmuseum sowie mit der Kunsthistorikerin Silke Opitz nun diese Fotografien in der Kunsthalle am Goetheplatz. Die auf besondere Weise "ortsspezifische" Ausstellung wird von einem Filmprogramm (Lichthaus Kino) sowie von Führungen und Vorträgen begleitet. Zudem erscheint 2012 ein Buch im Kehrer-Verlag, das sämtliche Fotografien der Werkgruppe Zwei Bier für Haiti von Nathalie Mohadjer vereint und über Weimar hinaus zur Anschauung bringen soll.

Die Ausstellung findet mit freundlicher Unterstützung der Hypo-Kulturstiftung und des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur statt.

 

Begleitprogramm:

-18.12.2011, 16.00 Uhr

Zwischen den Zeilen - Lesung und Gespräch mit Gilda Bartel, Ethnologin

-08.01.2012, 14.00 Uhr

Führung mit Barbara Hermle, Dipl.-Sozialarbeiterin, Soziale Betreuung von Caritas und Diakonie des Obdachlosenheims Weimar

-12.01.2012, 19.00 Uhr

Alltag im Obdachlosenheim Weimar - Gesprächsrunde mit Tonio Manser, Leiter der Sozialen Betreuung des Obdachlosenheims Weimar und der Künstlerin. Moderation: Silke Opitz, Ausstellungskuratorin

-15.01.2012, 14.00 Uhr

Abschlussführung: Silke Opitz und Nathalie Mohadjer

-15.01.2012, 16.00 Uhr

Abschlussfeier: offene Kontaktstube im Obdachlosenheim der Stadt Weimar, Ettersburger Straße 74

 

Filmreihe im Lichthaus Kino:

-19.12.2011, 19.30 Uhr

Slumdog Millionär

-13.01.2012, 19.30 Uhr

König der Fischer

(weitere Infos: www.lichthaus.info)