Bild des Stadtmuseeums

Bertha Froriep (1833-1920)

Bertha Froriep (1833-1920).

Künstlerin aus Weimars „Silbernem Zeitalter“ und Hüterin des Bertuchhauses

Eine Ausstellung anlässlich der zehnjährigen Wiedereröffnung des Stadtmuseums mit Unterstützung der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Weimar im Bertuchhaus e. V.

Kuratorin: Dr. Gabriele Oswald, Weimar

Eröffnung: Donnerstag, 22.09.2016, 17.00 Uhr

Dauer: Freitag, 23.09.2016 bis Sonntag, 08.01.2017

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in der Reihe „Weimarer Schriften“.

Bertha Froriep, Urenkelin Friedrich Justin Bertuchs, arbeitete als Einzige ihrer Familie als selbständige bildende Künstlerin mit Stift und Feder, in Aquarell und Öl und blieb Zeit ihres Lebens, im Gegensatz zu ihrer nur ein Jahr älteren nicht minder begabten Schwester Alma, unverheiratet.

Ihre Kindheit verbrachte sie in Berlin, wo sie schon Zeichenunterricht bei Adolf Menzel erhielt. In Weimar bildete sie sich unter Friedrich Wilhelm Martersteig und Wilhelm Ferdinand Pauwels weiter. Sie erlebte alles, was in Weimar mit dem sogenannten Silbernen Zeitalter in Verbindung zu bringen ist, wie bedeutende Denkmalsetzungen, Museumsgründungen sowie Werk und Wirken Franz Liszts. Darüber hinaus war sie die langjährige Verwalterin und Hüterin des umfangreichen mobilen und immobilen Eigentums ihrer Familie. Sie beteiligte sich intensiv an großen Kunstausstellungen in Deutschland und in der Schweiz. 1901 und 1902 waren ihre Arbeiten regelmäßig im Thüringer Ausstellungsverein bildender Künstler in Jena zu sehen. Nach ihrem Tode wurde sie mit einer Gedächtnisausstellung im Donndorf-Museum in Weimar geehrt.

Im zehnten Jahr der Wiedereröffnung des Weimarer Stadtmuseums, kann Bertha Frorieps Œuvre erstmals und sehr umfassend mit mehr als 120 Exponaten präsentiert werden. Umfangreich ergänzen die Ausstellung nicht nur Leihgaben der „Museen und Galerien Schweinfurt“ und einige aus Privatbesitz, sondern es werden erstmals auch die zahlreich in der „Schweinfurter Sammlung Rückert“ verwahrten schriftlichen Zeugnisse zur Verlassenschaft Bertuch/Froriep in Bezug auf ihre Person ausgewertet. Die Ausstellung wird durch interessante Begleitveranstaltungen bereichert.