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"An Gefäßen für das Essen gab es nichts."

Foto: Claus Bach, Plakat: werkraum.media

"An Gefäßen gab es nichts."

Keramikfunde zur Geschichte der sowjetischen Speziallager Mühlberg und Buchenwald.

Eröffnung: Donnerstag, 05.12.2013, 17.00 Uhr

Dauer: Freitag, 06.12.2013 bis Sonntag, 09.03.2014

Eine Wanderausstellung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in Kooperation mit der Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V. und der Initiativgruppe Buchenwald 1945 - 1950 e.V. 

Bei archäologischen Grabungen auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald wurden Keramikgefäße gefunden, die sich zunächst nicht zuordnen ließen. Den Formen nach zu schließen, waren sie in Serie hergestellt worden. Doch Herkunft und Gebrauch dieser Formen blieben rätselhaft.

Im Jahr 2007 entdeckten Archäologen auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers und späteren sowjetischen Speziallagers Mühlberg ähnliche Keramikscherben sowie Hinweise auf eine Töpferei. Wie kam es zu dieser Töpferei in einem sowjetischen Lager? Wer waren die Töpfer? Für wen stellten sie die Gefäße her und wie wurden diese benutzt? Wie kamen die Gefäße in das von August 1945 bis Februar 1950 bestehende sowjetische Speziallager Buchenwald? Was geschah dort mit ihnen?

Die Beantwortung dieser Fragen löst nicht nur das Rätsel der Keramikfunde, sondern wirft auch Licht auf wenig bekannte Aspekte der Geschichte der sowjetischen Speziallager in der SBZ/DDR.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Sparkasse Mittelthüringen.

Begleitveranstaltungen: Aktuelles