Bild des Stadtmuseeums

Johann Christian Stark (1753-1811). Geburtshelfer und Chirurg in Jena. Leibarzt am Weimarer Hof

Johann Christian Stark 1753-1811
Geburtsstuhl (Kupferstich 1784)

Eine Sonderausstellung in Zusammenarbeit von Universitätsklinikum Jena; Thüringer Universitäts-und Landesbibliothek Jena; JenaKultur/Stadtmuseum und dem Stadtmuseum Weimar im Bertuchhaus

Eröffnung: Freitag, 13.07.2012 um 17: Uhr

Zeitraum: Samstag, 14.07.2012 bis Sonntag, 14.10.2012

Kuratorin: Frau Dr. Rosemarie Nöthlich, Jena

Die Ausstellung ermöglicht einen Einblick in das vielfältige Wirken des hervorragenden Arztes und Hochschullehrers Johann Christian Stark. Er zählte in der Zeit um 1800 neben Justus Christian Loder (1753-1831) und Wilhelm Christoph Hufeland (1762-1836) zu den herausragenden Medizinern an der Jenaer Universität. Stark war geachteter Geburtshelfer, praktischer Mediziner und Leibarzt der Weimarer Herzogsfamilie. Sein ärztliches Können wurde aber auch von Goethe, Schiller oder Herder geschätzt. Er half bei der Geburt von Schillers Kindern, impfte 1788 den fünfjährigen Erbprinzen Carl Friedrich gegen Pocken und heilte Goethe 1802 von der Wundrose.

Der praktische Geburtshelfer Stark erlangte Berühmtheit nach einer 1783 erfolgreich durchgeführten Kaiserschnittentbindung in Weimar und erwarb sich Anerkennung durch die Verbesserung geburtshilflichen Instrumentariums. Er war Herausgeber des 1787 erstmals erschienen "Archivs für Geburtshülfe: Frauenzimmer- und neugebohrener Kinder-Krankheiten".

Als Hochschullehrer versuchte Stark seinen Studenten umfassendes medizinisches Wissen und praktische Erfahrungen wie das behutsame Erlernen der richtigen Medikation zu vermitteln. Neben einer intensiven Medizinerausbildung forderte er die Einrichtung einer Krankenkasse vor allem zur Versorgung der armen Bevölkerung und gründete 1781 ein Krankeninstitut, das später ein öffentliches Krankenhaus wurde.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die wissenschaftlich ausgewerteten handschriftlichen Aufzeichnungen von Stark sowie zahlreiche Objekte und Bilder, die dem Besucher die medizinische Behandlung um 1800 veranschaulichen.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.