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„Wohin sollten wir nach der Befreiung?“
Zwischenstationen: Displaced Persons nach 1945

Eine Ausstellung des International Tracing Service (ITS) im Stadtmuseum Weimar
Gefördert aus Mitteln der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ)

Präsentiert vom Stadtmuseum Weimar in Zusammenarbeit mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald.

Eröffnung: Donnerstag, 12.02.2015, 17.00 Uhr
Dauer: Freitag, 13.02.2015 bis Sonntag, 26.04.2015
„Wohin sollten wir nach der Befreiung?“
Zwischenstationen: Displaced Persons nach 1945

Eine Ausstellung des International Tracing Service (ITS) im Stadtmuseum Weimar
Gefördert aus Mitteln der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ)

Präsentiert vom Stadtmuseum Weimar in Zusammenarbeit mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora anlässlich des 70. Jahrestages der
Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald.

Eröffnung: Donnerstag, 12.02.2015, 17.00 Uhr
Dauer: Freitag, 13.02.2015 bis Sonntag, 26.04.2015

Mit der Ausstellung „Wohin sollten wir nach der Befreiung?“ lenkt der International Tracing Service (ITS) den Blick
auf das Schicksal Überlebender der NS-Verfolgung, des Holocaust und der Zwangsarbeit, von den Alliierten „Displaced Persons“ (DPs) genannt.
Mehr als zehn Millionen DPs befanden sich nach 1945 in Europa. Zunächst benötigten sie vor allem Nahrung, Obdach und Kleidung,
außerdem medizinische Hilfe. Später ging es um die „Rückführung“ der DPs in ihre Herkunftsländer und die Unterstützung von mehr
als drei Millionen DPs bei der Emigration. Die eigens eingerichteten DP-Camps wurden für sie zu Zwischenstationen.

Dort rangen die Überlebenden darum, das Erlittene zu bewältigen und sich zugleich auf die
Zukunft zu orientieren. Sie etablierten in den Camps nach und nach diverse Strukturen, die den außerordentlichen Lebenswillen
der Menschen dokumentieren: von der Selbstverwaltung über politische Parteien, Presse, Theater, Schulen, Kindergärten bis hin zu
historischen Kommissionen, die sich mit der Aufarbeitung der Vergangenheit befassten.

Die Ausstellung, die aus Mitteln der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) gefördert
und von einem internationalen Expertengremium wissenschaftlich begleitet wurde, widmet sich verschiedensten
Aspekten der DP-Geschichte: So werden einzelne Biografien und Lebenswege mit den Strategien verwoben, welche die Alliierten
damals verfolgten. Die Ausstellung ergänzt, bündelt und begleitet die Forschung, die sich bisher vor allem auf einzelne Camps
oder einzelne Gruppen Überlebender konzentriert hat.

Zur Ausstellung findet ein umfangreiches Begleitprogramm statt.

Veranstaltungen im Stadtmuseum Weimar zur Ausstellung:

Donnerstag 12. 3. 2015 | 18.00 Uhr
„Ich bin alleine in Europa…“
Eine Lesung aus Aussagen überlebender Kinder von Holocaust
und NS-Verfolgung, aufgezeichnet unmittelbar nach 1945. Die
Lesung wird begleitet von u.a. jiddischen Liedern.
Lesung: Patricia Litten
Musik: Daniel Kempin
Einführung: Dr. Susanne Urban (ITS)


Donnerstag 26. 3. 2015 | 18.00 Uhr
Zwischenstationen:
Camps für Displaced Persons auf dem Gebiet der späteren
sowjetischen Besatzungszone (SBZ) am Beispiel Thüringens
René Bienert, M.A. (Historiker)

Weitere Veranstaltungen:
Treffpunkt: Theaterplatz
Mittwoch 1.4. 2015 | 16.00 Uhr
Rundgang durch Weimar
Dr. Harry Stein
(Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora)


Veranstaltung im Lichthaus Kino
Am Kirschberg 4 | 99423 Weimar
www.lichthaus.info
Donnerstag 19. 3. 2015 | 18.00 Uhr | Filmvorführung
Landschaft nach der Schlacht
(Krajobraz po bitwie)
Polen 1970. R: Andrzej Wajda. D: Daniel Olbrychski,
Stanis?awa Celi?ska. 101 Min. PL, OmeU.
Nach der Befreiung eines Konzentrationslagers 1945 werden
die ehemaligen Häftlinge in einem DP-Camp untergebracht.
Unter ihnen ist auch der junge Dichter Tadeusz. Die Menschen
stehen noch ganz unter den Eindrücken des Erlittenen, die
ersten Schritte zurück ins Leben sind geprägt von Hunger und
Orientierungslosigkeit. In dieser Situation lernt er die junge
Jüdin Nina kennen – eine zarte Liebesgeschichte entwickelt
sich. Doch bevor beide zu einem gemeinsamen Neuanfang
aufbrechen können, wird Nina versehentlich von einem Wachposten
erschossen.
Einführung und anschließende Diskussion:
Ronald Hirte (Mitarbeiter Stiftung Gedenkstätte Buchenwald
und Mittelbau-Dora) und René Bienert (Historiker).
Mit freundlicher Unterstützung des Polnischen Instituts Berlin