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Sonderausstellungen und Veranstaltungen

Sascha Schneider - Ideenmaler & Körperbildner

Sascha Schneider - Ideenmaler & Körperbildner

Sascha Schneider - Visualizing ideas through the human body

 

Ein Ausstellung- und Publikationsprojekt des Stadtmuseums Weimar im Rahmen des van-de-Velde-Jahres 2013 in Thüringen

Kunsthalle "Harry Graf Kessler", Goetheplatz 9

Eröffnung: 27.03.2013, 18.00 Uhr

Laufzeit: 28.03.2013 - 21.07.2013

Sascha Schneider, Werdende Kraft, 1904, Öl auf Leinwand, 200 x 138 cm, Privatsammlung Dreieich, Foto: Privatsammlung Dreieich

Das Stadtmuseum Weimar möchte erstmals das umfangreiche und vielseitige Werk Sascha Schneiders in einer besonderen Schau präsentieren. Das von der Kunsthistorikerin Dr. Silke Opitz für die Kunsthalle "Harry Graf Kessler" am Goetheplatz entwickelte Ausstellungskonzept sieht vor, einerseits die hier bereits 1904/05 gezeigte, historische Einzelausstellung des Künstlers und andererseits das von ihm ab 1919 in Dresden betriebene "Kraft-Kunst-Institut" weitmöglich zu rekonstruieren. So wird jener Stilwechsel im Schaffen Schneiders von der Ideenmalerei hin zur Körperbildnerei reflektiert. Dieser manifestierte sich während seiner Weimarer Zeit als Professor an der hiesigen Kunstschule von 1904 bis 1908. Schneider beschränkte sich als Bildhauer nicht nur auf das Modellieren nach dem meist männlichen Körper. Der Künstler wollte den Menschen selbst mittels gymnastischer Übungen sowie Kraftsport formen und bilden, womit er dem Zeitgeist von Lebensreform und Körperkultur folgte.

In der Weimarer Kunsthalle werden Werke aller Gattungen und Schaffensperioden Schneiders präsentiert, die sein gesamtes Oeuvre unter dem Aspekt der für ihn so essentiellen wie existenziellen Körperbildnerei widerspiegeln. Dabei können auch einige bisher unbekannte Arbeiten aus Privatbesitz erstmals gezeigt werden.

Rudolph Karl Alexander gen. Sascha Schneider (1870 St. Petersburg - 1927 Swinemünde), gilt als eine der schillerndsten Figuren der deutschen bzw. europäischen Kunst- und Kulturgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts - in Liebhaberkreisen. Sein Werk, das gattungsübergreifend Malerei, Bildhauerei und Grafik, aber auch theoretisierende Ausführungen umfasst, ist gemeinhin dem Symbolismus zuzurechnen, weist aber auch neo-klassizistische Anklänge auf. Der Künstler entwickelte zunächst einen komplexen und individuell verrätselten Kosmos, wofür er auf die christliche Religion, die germanische und griechische Mythologie sowie auf die Schriften Nietzsches zurückgriff. Als langjähriger Freund des Schriftstellers Karl May gestaltete Schneider zudem etliche Buchcover für dessen Abenteurerromane. Ferner sind einige Plastiken des Künstlers überliefert, die seine Idealvorstellungen und homoerotischen Phantasien vom physisch kraftvollen, schönen jungen Mann versinnbildlichen.

Der gleichwohl dem Symbolismus und Neoklassizismus verpflichtete Schneider stand van de Velde kritisch gegenüber - und umgekehrt.


Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

 

Begleitprogramm zur Ausstellung:

 

Sonntag, 07.04.2013, 15.30 Uhr

Sonntag, 21.07.2013, 15.30 Uhr

Kuratorenführungen mit Dr. Silke Opitz

 

Mittwoch, 29.05.2012, 17.00 Uhr

"Nun, ich werde wohl in Weimar nicht alt werden."

Der Künstler Sascha Schneider zwischen Symbolismus, Society und Bodybuilding.

Vortrag von Christiane Starck M.A., Frankfurt am Main/Marburg

 

Samstag, 08.06.2013 (Museumsnacht)

19.00 und 21.00 Uhr

"Der berühmteste Maler, der jetzt lebt, Professor Sascha Schneider, hat für meine Bände neue Buchdeckel gezeichnet." (Karl May, 13.12.1905)

Aus dem Briefwechsel zwischen Karl May und Sascha Schneider lesen Fred Graeve und Karl Albert.

20.00 Uhr

Musik zur Ausstellung - Duo AKKORD

 

Öffentliche Führungen in der Ausstellung mit Frau Diana Trojca:

Sonntag: 12.05, 26.05., 23.06. und 07.07. 2013, jeweils 15.30 Uhr

Bilder & Skulpturen Karl Heinz Bastian

Konstellation XI, 2002

Karl Heinz Bastian

Bilder & Skulpturen

Bildnerische Konstellationen Teil I

 

"Die Gestalt ist ein Bewegliches, ein Werdendes und Vergehendes …" J.W. Goethe

Wenn Themen wie Wachstum, Verwandlung, Metamorphose in sich wandelnde Strukturen auf der statischen Fläche übersetzt, so ist das nur als Haltepunkt in einem Prozess, als eine momentane Konstellation möglich. Gleichfalls als Konstellation zeigt sich, in einer komplementären Beziehung, ein Gegensatzpaar unter dem Titel "Polarität", und etwas abseits vom Prozessgedanken versuchen zwei Skulpturen, auf dem Weg der Kontemplation, sich mitzuteilen.

Karl Heinz Bastian, 1938 in Nebra an der Unstrut geboren, absolviert zunächst eine Tischlerlehre, besucht die künstlerische Abendschule und ist Gasthörer an der Hochschule für Architektur und Bauwesen, bevor er sich 1966 intensiv der Malerei zuwendet. Seit 1971 ist Karl Heinz Bastian freiberuflich als Maler, Plastiker und Restaurator tätig.


Ausstellung anlässlich des 75. Geburtstages des Künstlers
Karl Bastian in Kooperation mit der Klassik Stiftung Weimar


Eröffnung: Freitag, 22.02.2013, 17.00 Uhr
Dauer: Samstag, 23.02.2013 bis Sonntag, 10.03.2013

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10.00 bis 17.00 Uhr


Veranstalter: Stadtkulturdirektion der Stadt Weimar in Kooperation mit dem Stadtmuseum Weimar