Bild des Stadtmuseeums

Die Welt aus Weimar

Zur Geschichte des Geographischen Instituts

Ausstellung in Kooperation mit dem "Ernst-Haeckel-Haus" der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Eröffnung: Freitag, 29.07.2011, 17.00 Uhr

Zeitraum: Samstag, 30.07.2011 bis Sonntag, 16.10.2011

Kurator: Dr. Andreas Christoph, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Museumspädagogische Angebote: Ausstellungsgespräche, Schülerveranstaltungen im Rahmen des Unterrichts, Sonderveranstaltungen

Zur Austellung erscheint ein Katalog.

Die Erzeugnisse aus dem Geographischen Institut sind heute meist nur Wissenschaftlern und Liebhabern bekannt. Doch lässt sich die Traditionslinie des kartographischen Verlagsstandorts Weimar durch das gesamte 19. Jahrhundert nachvollziehen. Freuen Sie sich daher auf eine (Welt-)Reise durch Raum und Zeit. Karten, Atlanten und Globen sollen in den Fokus gerückt werden, die alle eines verbindet: Ihre Herkunft aus dem Geographischen Institut Weimar, jenes geographischen Fachverlages, den Friedrich Justin Bertuch 1791 begründet und 1804 spezialisiert hatte. Über einen Zeitraum von mindestens 100 Jahren entstanden in den Fertigungsräumen der Bertuchschen Wissensfabrik, die heute das Stadtmuseum Weimar beherbergt, fein gezeichnete und stilvoll kolorierte Abbildungen der Welt. Verbunden mit dieser in Vergessenheit geratenen Weimarer Tradition als Produktions- und Verlagsort von Karten, Atlanten und Globen nebst zugehörigen Reisebeschreibungen sind die Biographien von Handwerkern und Wissenschaftlern sowie Exkurse in Technik-, Wirtschafts- und Wissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts. Gezeigt werden ausgewählte kartographische Produkte aus dem Verlag des Geographischen Instituts, beginnend mit frühen Entwürfen in Manuskriptform, auf dem Weg zur Standardisierung der Darstellungsformen in der Kartographie und schließlich gefolgt von der Vermarktung als Schaustück und Lehrmittel. Warum die Produktion in Weimar dennoch eingestellt wurde und weshalb der Aufschwung des Verlages von Justus Perthes in Gotha mit dieser Entwicklung eng verbunden ist, erfahren Sie im Rahmen dieser Sonderausstellung.